- nicht witterungsabhängig!
- ein preiswerter Sport!
- in jedem Alter spielbar!
- sowohl Einzel- als auch Mannschaftsspiel!
- eine Sportart mit geringem Verletzungsrisiko!
- nicht saisonabhängig!
- ein Sport für Leute mit Köpfchen!
Tischtennis wird auf einem
2,74 Meter langen und
1,525 Meter breiten und
76 Zentimeter hohen Tisch gespielt, wobei ein
2,7 Gramm schwerer (meist weißer) Zelluloidball über ein
15,25 Zentimeter hohes Netz getrieben wird.
Der Spielgedanke beim Tischtennis ist ähnlich wie beim Tennis, gezählt werden die Fehlerpunkte. Einen "Satz" gewinnt, wer mindestens 11 Punkte und 2 Punkte mehr als der Gegner hat. Ein Wettspiel besteht meistens aus 3 Gewinnsätzen (maximal 5 Gewinnsätze).
Eine schwierige Frage, und so gehen die Meinungen auch weit auseinander. Hat Tischtennis seinen Ursprung in Asien, England oder gar bei den Indianern in Nord- und Südamerika, wie einige Stimmen behaupten?
Wie auch immer, bekannt wurde der Sport gegen Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals wurde noch kein Tisch, sondern der Fußboden im Freien oder irgendwelchen Hallen oder Sälen benutzt, und als Netz dienten nicht selten aufgestapelte Bücher.
1884 kam man schließlich auf die Idee, das Spiel vom Boden auf den Tisch zu verlegen. Zur gleichen Zeit änderte sich auch das Spielmaterial, man benutzte lange, fliegenklatschenartige Schläger, die mit Pappdeckeln oder Tuch überzogen waren. So richtig stürmisch ging's dann erst los, als der englische Ingenieur James Gibb 1890 den Zelluliodball aus Amerika mit nach Europa brachte, der den luftgefüllten Gummiball ablöste. Der Zelluloidball und sein typischer Ping-Pong Klang sind heute vom Tischtennissport nicht mehr wegzudenken. Wenig später kam auch der erste Holzschläger auf den Markt. Immer mehr Leute begeisterten sich am Tischtennis. Jedoch war Tischtennis nur für obere Gesellschaftsschichten reserviert. Damals wurde hauptsächlich in Cafehäusern und Clubs gespielt, wobei die Damen und Herren nur im Abendkleid bzw. Frack spielen durften. Den meisten Kaffee müssen wohl die Engländer und Ungarn getrunken haben, zumindest waren sie Ende des 19. Jahrhunderts die besten Tischtennisspieler der Welt...
1901 fand das 1. ausgeschriebene Turnier in London statt, das aufgrund der starken Beteiligung mehrere Tage dauerte. Nach und nach eroberte Tischtennis die ganze Welt, und was zunächst nur der Geselligkeit und der Unterhaltung diente, wurde mehr und mehr zu einer Sportart mit Leistungscharakter.
1884:
Entdeckung des Tisches als geeignete Spielgrundlage. Tischtennis wird in England unter "Miniature Indoor Tennis Game" patentiert.
1890:
Ein Ball, dessen Material dem einer Filmrolle gleicht, löst eine wahre Tischtenniswelle aus. Aufgrund des typischen Klanges des Zelluloidballes entsteht der Ausdruck "Ping-Pong", der in England unter der Nummer 19070 patentiert wird. Gründung des Cavendish Club in London – der erste Tischtennisverein der Welt.
1899:
Der erste deutsche Tischtennisverein wird gegründet (Ping-Pong Club Berlin).
1901:
Das 1. offizielle Turnier findet in Westminster, London statt. Am Viktoria-Luise-Platz in Berlin wird ein Ping-Pong-Café eröffnet.
1914:
Der 1. Weltkrieg beginnt und bringt die Tischtennisentwicklung zum Stillstand.
1925:
Gründung des deutschen Tischtennisbundes (DTTB) in Berlin.
1926:
Ebenfalls in Berlin wird der Internationale Tischtennisverband (ITTF) gegründet. Es werden erstmals allgemeine Spielregeln erstellt. In England finden die ersten Weltmeisterschaften statt. Erste Weltmeisterin wird Maria Mednyanszky, erster Weltmeister Dr Roland Jacobi, beide aus Ungarn.
1931:
Der DTTB beginnt, nationale deutsche Meisterschaften auszutragen. Deutsche Meisterin in diesem Jahr wird Astrid Krebsbach, deutscher Meister N. Madjaroglou.
1933:
Der Kieler TTK wird erster deutscher Mannschaftsmeister. Bei den Damen wird das Endspiel zwischen Borussia Berlin und Grün-weiß Magdeburg nicht ausgetragen.
1949:
Nach dem 2. Weltkrieg wird am 29. und 30. Juli der DTTB in Bad Homburg wiedergegründet.
1951:
Am 11. März wird der DTTB wieder in die ITTF aufgenommen.
1952:
Die japanische Nationalmannschaft schockt bei den Weltmeisterschaften in Indien die Europäer mit Noppen-innen-Belägen.
1958:
Eva Koczian und Zoltan Berczik aus Ungarn sind die ersten Sieger bei einer Europameisterschaft.
1988:
Tischtennis wird olympisch. In Seoul werden die ersten Goldmedaillen an Yoo Nam Kyu (Süd-Korea, Herren-Einzel) und Jing Chen (China, Damen-Einzel) vergeben.
Das längste Mannschaftsspiel war 1936 das Finale um den Swaythling-Cup zwischen Österreich und Rumänien in Prag. Die Begegnung begann am Sonntag, dem 15. März (11 Uhr) und endete am folgenden Mittwoch.
Den längsten Ballwechsel bestritten am 30. Juli 1978 Robert Siegel und Donald Peters in Stamford (USA). Er ging über 8 Stunden und 33 Minuten.
Das längste Einzelmatch bestritten die beiden Baden-Württemberger Uwe Geiger und Thomas Opiol vom 14. bis 21. April 1985.
Das Längste Doppel spielten mit 102 Stunden Roland Merklein, Volker Fernath, Hilmar Küttner und Helmut Hanus aus Stuttgart vom 23. bis 27. Mai 1980. Derartige Langzeitrekorde sind nach Einführung der Zeitspielregel (Der angabeberechtigte Spieler muß nach 12 Ballwechseln den Punkt beenden) nicht mehr zu überbieten.
Die meisten Ballwechsel innerhalb einer Minute schafften bei den Internationalen Britischen Meisterschaften am 28. Februar 1986 in Newcastle Allan Cooke und Desmond Douglas (beide GB) mit 170. Das sind fast 3 Ballwechsel pro Sekunde!
Wieder einmal ein Beweiß dafür, dass Tischtennis die schnellste Rückschlagsportart der Welt ist.
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